Die Baye­rische Bau­Aka­de­mie ist eine Ein­rich­tung des Be­rufs­för­der­ungs­wer­kes des Baye­rischen Bau­ge­wer­bes e.V.
Bayerische BauAkademie
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Duales Studium Bauingenieurwesen des Bayerischen Baugewerbes

Theorie und Praxis – das braucht der Bau!

Die Baubranche boomt und die Nachfrage nach qualifizierten, jungen Mitarbeitern ist groß – gerade wenn es um das Zusammenspiel zwischen Theorie und Praxis geht.
Demnach herrschen für Absolventen mit (Fach-) Hochschulreife, die beides anstreben, Studium und Lehre, optimale Bedingungen für eine steile Karriere in der Baubranche.

Das duale Studium Bauingenieurwesen kombiniert ein Bauingenieurstudium mit einer baugewerblichen Ausbildung und vermittelt theoretisches und praktisches Wissen. Mit Beginn des Wintersemesters 2013/2014 bietet das Bayerische Baugewerbe in diesem Zuge auch eine überbetriebliche Ausbildung im Hochbau an der Bayerischen BauAkademie für duale Bauingenieurstudenten an.

Vorteile des dualen Studiengang Bauingenieurwesen für Betriebe

Betriebe haben mit dem dualen Studium Bauingenieurwesen die Möglichkeit, Führungskräftenachwuchs im eigenen Betrieb auszubilden und frühzeitig an sich zu binden. Die umfangreichen praktischen Erfahrungen, die mit einer gewerblichen Ausbildung verbunden sind, können später bei einer Karriere in der Bauwirtschaft für die Betriebe von hohem Nutzen sein. In jedem Fall dürften sie einen Beitrag leisten, die häufig beklagten Gegensätze zwischen Theorie und Praxis zu verringern.

Vorteile für Studierende des dualen Studiengang Bauingenieurwesen

In nur 4 ½ Jahren erhalten Studierende:
den akademischen Abschluss Bachelor of Engineering „Bauingenieurwesen“ durch das Studium an einer beliebigen Hochschule in Bayern
und
den Gesellenabschluss Maurer/in oder Beton- und Stahlbetonbauer/in durch die baugewerbliche Ausbildung.

  • Zwei berufsqualifizierende Abschlüsse in kurzer Zeit.
  • Finanzielle Sicherheit durch Ausbildungsvergütung.
  • Weitreichende Berufserfahrung während des Studiums.
  • Schnelles Verstehen von Theorie-/Praxiszusammenhängen.
  • Frühes Kennenlernen der betrieblichen Organisation und Aufbau der Bindung zum Bauunternehmen.
  • Hohe Übernahmechancen im ausbildenden Unternehmen.
  • Hohe Attraktivität für den Arbeitsmarkt und sehr gute Karriereaussichten.

Wer kann duale Bauingenieurstudenten ausbilden?

Jeder baugewerbliche Betrieb, der Lehrlinge ausbilden darf, kann auch duale Bauingenieurstudenten ausbilden. Näheres siehe BLICKPUNKT BAU 04/2013, Seite 21.

Zugangsvoraussetzungen für das duale Studium Bauingenieurwesen

Für das Studium an einer technischen Hochschule oder einer Hochschule für angewandte Wissenschaften ist die allgemeine oder die fachgebundene Hochschulreife Voraussetzung.

Darüber hinaus kann je nach Anzahl der Studieninteressierten ein Numerus clausus zur Anwendung kommen. Hierfür gilt das Prinzip, dass wenn die Zahl der Studienbewerber größer ist als die Zahl der Studienplätze, diejenigen Abiturienten bzw. Fachabiturienten mit dem besseren Abiturdurchschnitt zum Zuge kommen. An manchen Hochschulen wird jedoch ein Kontingent für duale Studenten freigehalten. Dadurch haben duale Bauingenieurstudenten tendenziell bessere Chancen auf einen Studienplatz als Bewerber ohne gewerbliche Ausbildung. Auch dies könnte (zurzeit noch!) ein Argument für ein duales Studium sein.

Ausbildungsbeginn und Ausbildungsdauer des dualen Studiengangs Bauingenieurwesen

Das duale Studium Bauingenieurwesen dauert 4 ½ Jahre gegenüber einem 3 ½ -jährigen Regelstudium an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften bzw. einer technischen Hochschule bis zum Abschluss „Bachelor of Engineering“. Bei der Ausbildung selber handelt es sich um eine verkürzte Ausbildung mit einer Dauer von ca. 1 ½ Jahren bis zur Gesellenprüfung. Die Ausbildung beginnt in der Regel am 01.09.2013.

Die erste Phase mit einer Dauer von ca. 13 Monaten ist vollständig der betrieblichen und überbetrieblichen Ausbildung gewidmet. Sie schließt mit der baugewerblichen Zwischenprüfung ab. In der zweiten Phase, die ca. 23 Monate dauert, wird vorrangig das Studium absolviert. Nur in den Semesterferien wird die betriebliche und überbetriebliche Ausbildung fortgesetzt und endet mit der Abschlussprüfung zum Gesellen. Bei Weiterbeschäftigung nehmen in der 3. Phase die betrieblichen Anteile wieder zu. Hierfür stehen neben den Semesterferien auch das Praxissemester und gegebenenfalls Zeitanteile einer Bachelorarbeit zur Verfügung.

Überbetriebliche Ausbildung innerhalb des dualen Studiums Bauingenieurwesen

Das Bayerische Baugewerbe verfügt mit der Bayerischen BauAkademie über eine der führenden Fortbildungseinrichtungen der Baubranche in Süddeutschland. Hier findet für die Studierenden des dualen Studiums Bauingenieurwesen des Bayerischen Baugewerbes die überbetriebliche Ausbildung statt. Diese dient als Ergänzung zur praktischen Ausbildung, die durch den Lehrbetrieb vorgenommen wird.

Die jahrelange Erfahrung in der Erwachsenenbildung sowie der Einsatz in der überbetrieblichen Ausbildung regulärer Lehrlinge, bildet eine optimale Grundlage für die Ausgestaltung überbetrieblicher Lehrinhalte innerhalb des dualen Studiums Bauingenieurwesen. Die Inhalte werden speziell auf das Leistungsniveau von Absolventen mit (Fach-)Hochschulreife und auf die Anforderungen dualer Studenten angepasst. Beispielsweise entfällt bei der verkürzten Lehrzeit, wie es beim dualen Studium der Fall ist, die  Vermittlung des spezifischen, theoretischen Wissens durch die Berufsschulen. Die Bayerische BauAkademie legt demnach einen  hohen Wert darauf, fachbezogene Theoriethemen  in die Lehrinhalte der überbetrieblichen Ausbildung zu integrieren um Studenten bestmöglich auf die Gesellenprüfung vorzubereiten.

Im praktischen Bereich profitieren die Studenten von Geräten und Maschinen auf dem aktuellen Stand der Technik, moderner Ausstattung, angenehmer Lernumgebung sowie einem umfangreichen Übungsgelände und mehreren Übungshallen.

Vergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach dem Lohntarifvertrag für das Baugewerbe. Es ist jedoch zu beachten, dass im zweiten und dritten Ausbildungsjahr ein erheblicher Zeitanteil auf das Studium entfällt, der nicht vergütungspflichtig ist. Ein Anspruch auf Ausbildungsvergütung besteht nur für die Zeiten im Betrieb und im überbetrieblichen Ausbildungszentrum während der Ausbildung.

Erstattung von Ausbildungskosten

Die Ausbildungsbetriebe erhalten einen Teil der Ausbildungsvergütung von der SOKA-BAU im Rahmen des Tarifvertrags über die Berufsbildung im Baugewerbe erstattet. Die Erstattungsbeträge entsprechen:

  • im 1. Lehrjahr: 10 monatlichen Ausbildungsvergütungen,
  • im 2. Lehrjahr: 6 monatlichen Ausbildungsvergütungen,
  • im 3. Lehrjahr: 1 monatlichen Ausbildungsvergütungen,

zzgl. 20% anteilige Sozialaufwendungen.

Ausbildungsvertrag

Der Ausbildungsvertrag läuft bis zur Abschlussprüfung der baugewerblichen Ausbildung. Will ein Betrieb den Studenten jedoch über das Ende der Lehrzeit hinaus beschäftigen, bestehen verschiedene Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten:

  • als gewerblicher Arbeitnehmer
  • als Angestellter oder
  • als Praktikant

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Flyer Duales Studium

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